Bewährte Arzneien zur Selbstmedikation

Kehlkopfentzündung

Die akute Kehlkopfentzündung ist eine typische Erkrankung der kalten Jahreszeit und betrifft meist Kleinkinder. Sobald die Tage kürzer und die Nächte deutlich kühler werden und kalte Herbstwinde auftreten, erkälten sich viele Kinder, weil sie an die kühleren Temperaturen noch nicht angepasst sind.

Es kommt zum plötzlichen Auftreten eines trockenen, bellenden Hustens. Meist beginnen die Symptome abends mit Heiserkeit und nach der ersten Schlafphase, gegen Mitternacht beginnt der Husten. Typisch ist die Trockenheit, beim Husten hört man den sog. inspiratorischen Stridor – ein Atemgeräusch, als ob nicht genug Luft durch den Hals gehen würde. Das Kind ist meist sehr unruhig und ängstlich.
Es heißt nun Ruhe bewahren.

Oft hilft Feuchtigkeit – d. h. im Badezimmer heißes Wasser laufen lassen, dass es so richtig dampft.

Das homöopathische Erstmittel ist ACONITUM NAPELLUS, der blaue Sturmhut. Man gibt die Potenz D 30, jeweils 5 Kügelchen anfangs alle 5 Minuten (5x) dann alle 15 min., besser noch nach der ersten Gabe 5 weitere Kügelchen in Wasser (1/4 l) auflösen und davon schluckweise oder teelöfferlweise geben.

Sollte damit nach einer Stunde keine Besserung eingetreten sein, gibt man als nächste Arznei SPONGIA TOSTA, den Badeschwamm. Die Atmung ist erschwert, als ob man durch einen Schwamm atmen würde. Der Husten ist nach wie vor trocken, bellend, schlimmer im Liegen und durch Einatmen kalter Luft, besser durch Trinken warmer Flüssigkeiten.

Auch SPONGIA gibt man in dieser Situation in relativ kurzen Abständen – ca alle 15 Minuten, Potenz D6, D 12 oder D 30.

Wenn sich auch damit die Situation noch nicht beruhigen lässt, greift man zur nächsten Arznei:
HEPAR SULFURIS, Kalziumsulfid in D 12 oder D 30 – verabreicht in derselben Form wie Spongia. Auch beim Heparzustand tut kalte Luft schlecht und warme Luft (Badezimmer) bessert.

Die akute Hustenattacke wird sich mit diesen drei Arzneien beruhigen, der trockene Husten bleibt jedoch oft noch bestehen. Dann gibt man wieder Spongia, dann Hepar sulf., dann Spongia, dann Hepar, ... in zwei- bis vierstündlichen Intervallen, je nach Dringlichkeit der Situation.

Wichtig ist jedenfalls: Ruhe bewahren !!!!!

Dr. med. Katrin Strauch Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie
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